Ich mach das jetzt.

Hätte mir vor zwei Jahren jemand gesagt, dass ich heute meinen ersten Blog-Beitrag schreibe, Kleinunternehmerin bin und mit einem kleinen feinen Label meine Kreativität und Leidenschaft für Upcycling verbinde, daneben eine Ausbildung zum spirituellen Coach abgeschlossen habe UND mich das alles noch erfüllter in meinem Job beim Radio sein lässt, hätte ich wohl nur hysterisch gelacht. Und direkt danach trilljausend Gründe genannt, warum dass NICHT passieren wird. Ganz als erstes vermutlich fehlenden Mut. Gefolgt von Angst zu scheitern, nicht gut genug zu sein, keine Zeit zu haben.

Aber irgendwann kam der Punkt, als es gekippt ist. Als ich verstanden habe, dass Pippi Langstrumpf nicht nur im Upcycling schon ganz weit vorne war, sondern wirklich schlaue Sachen gesagt hat:

„Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe“.

Auch wenn in meinem Fall der gern verwendete Spruch „sei mehr Pippi, weniger An(n)ika“ nicht wirklich umsetzbar ist, habe ich irgendwann entschieden: „Ich mach das jetzt.“ Und was soll ich sagen – mit jedem Stück das ich aus meiner gemütlichen Komfortzone herausrobbe, wächst die Gewissheit, dass da doch ein großes Stück Pippi an mir verloren gegangen ist. Wenn auch weniger bunt. Eher monochrom von außen betrachtet. Aber innen drin ist ziemlich viel Disco.

Ich habe verstanden, dass mich eigentlich gar nichts davon abhält, die Ideen aus meinem Kopf Realität werden zu lassen – außer ich selbst. Und „abhalten“ kann manchmal ganz einfach bedeuten, nicht los zu laufen. Ich entscheide jeden Tag immer wieder neu womit ich meinen Geist beschäftige, wohin mein Fokus geht, mit welcher Energie ich anderen Menschen begegne, was ich für möglich halte oder nicht.

Ich versuche, mir immer weniger im Weg zu stehen und lebe immer mehr danach was ich kreieren will und passe das was ich glaube, daran an.  

Auf dieser Reise haben sich schon ein paar äußerst erhellende Aha-Momente ergeben. Die Erkenntnisse daraus sind die eigentlichen Schätze und der Grund warum ich es inzwischen liebe, mit Anlauf über meine Grenzen von gestern zu springen und mich zu hinterfragen. Eine davon ist, dass es völlig ok ist, im Prozess zu sein und das offen zu zeigen.

Bleibt gern ein bisschen mit mir auf der Reise.

Ani 

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